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Anwendung

Photogrammetrische Vermessung einer Stranggussanlage

Im Rahmen des Baus einer neuen Stranggussanlage sollten bei der Salzgitter AG verschiedene Messverfahren zum Einmessen der Anlage evaluiert werden. Als Standard-Verfahren kam ein LaserTracker zum Einsatz. Als Alternative wurde die Photogrammetrie herangezogen.

Stahlarbeit

Aufgabenstellung

Eine Stranggussanlage formt aus flüssigem Stahl eine äußerlich erstarrte Bramme. Dazu wird der flüssige Stahl mit Hilfe einer sogenannten Kokille - einer Art gekühlte Düse - und durch Walzen zu einem rechteckigen Profil geformt. Die Stranggussanlage besteht aus 14 Walzensegmenten, die anfangs senkrecht angeordnet sind und in einem Radius horizontal auslaufen. Die Segmente werden durch ein Fest-, einem Los- und zwei Auflager gehalten. Fest- und Loslager sind als Zapfen ausgeführt, die Auflager als ebene Flächen. Die Positionen dieser Lager sollen durch die Messung überprüft werden.

Vorgehen

Die Photogrammetrie-Messung läuft in zwei Schritten ab. Zuerst wurden auf die Lager Photogrammetrie-Marken aufgebracht. Die Positionen der Zapfen wurden mit Hilfe von Messadaptern relativ zu den Photogrammetrie-Marken mit einigen Dutzend Fotos eingemessen. Diese Messungen fanden für jedes Segment einzeln statt.

Bei der Gesamtvermessung wurden alle Photogrammetrie-Marken bzw. die gesamte Stranggussanlage von einer Krangondel aus per Kamera erfasst. Insgesamt dauerte das Photographieren von knapp 300 Bildern circa 45 Minuten. Zusammen mit den Messergebnissen aus der Vorvermessung können die Zapfenpositionen bestimmt werden.

Ergebnis

Der Vergleich beider Messverfahren zeigte Abweichungen von wenigen Zehntel Millimetern. Vorteilhaft bei der Photogrammetrie ist der vergleichsweise kurze Erfassungszeitraum für die gesamte Stranggussanlage.

Abbildungen

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