Bei geschweißten Behältern bis zehn Meter Größe entscheidet die Lage der Flansche darüber, ob das Bauteil in seine Einbauumgebung passt. Wir weisen sie photogrammetrisch nach — samt Rundheit, Kippung und Raumwinkeln, die eine Längenmessung nicht liefert.
Im Behälterbau ist entscheidend, dass die Flansche möglichst genau zur Einbauumgebung passen. Toleranzen im Millimeterbereich sind bei geschweißten Objekten mit bis zu zehn Metern Größe nur mit großer Sorgfalt zu erreichen.
Erschwerend kommen die ausgeprägten räumlichen Abhängigkeiten der einzelnen Maße hinzu. Eine einfache Längenmessung genügt deshalb häufig nicht, um dem Endkunden die Maßhaltigkeit des Behälters im Rahmen einer As-built-Dokumentation nachzuweisen.
Der Hauptzylinder wird mit etwa 400 Zielmarken versehen und aus allen Richtungen fotografiert.
Die Ränder der Flansche werden mit Hilfe von Adaptern vermessen. Messergebnis sind die Mittelpunkte der Flansche.
Die Flanschmittelpunkte werden in das Zylinderkoordinatensystem transformiert und dort gegen die Zeichnung geprüft.
Aus der Punktwolke und den Flanschmittelpunkten lassen sich Größen ableiten, die sich mit Maßband und Messschieber nicht bestimmen lassen:
Ebenen, Zylinder, Kreise und Geraden werden als Elemente ausgewertet — nicht als lose Einzelmaße.
Rundheit, Raumwinkel und Parallelitäten lassen sich unmittelbar gegen die Zeichnung prüfen.
Berührungslos, ohne Messraum und ohne den Behälter bewegen zu müssen.
Wir beraten Sie, auf welche Messwerte es ankommt — und empfehlen das passende System.