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Anwendung · Qualitätssicherung

Behälterbau: Flansche im Millimeterbereich nachweisen

Bei geschweißten Behältern bis zehn Meter Größe entscheidet die Lage der Flansche darüber, ob das Bauteil in seine Einbauumgebung passt. Wir weisen sie photogrammetrisch nach — samt Rundheit, Kippung und Raumwinkeln, die eine Längenmessung nicht liefert.

CAD-Modell eines Behälters mit den gemessenen Normalenvektoren der Flansche
ca. 400 Zielmarken am Hauptzylinder
10 mObjektgröße
ca. 400Zielmarken am Zylinder
mmgeforderte Toleranz
As-builtDokumentation für den Endkunden
Aufgabenstellung

Warum eine Längenmessung hier nicht ausreicht

Im Behälterbau ist entscheidend, dass die Flansche möglichst genau zur Einbauumgebung passen. Toleranzen im Millimeterbereich sind bei geschweißten Objekten mit bis zu zehn Metern Größe nur mit großer Sorgfalt zu erreichen.

Erschwerend kommen die ausgeprägten räumlichen Abhängigkeiten der einzelnen Maße hinzu. Eine einfache Längenmessung genügt deshalb häufig nicht, um dem Endkunden die Maßhaltigkeit des Behälters im Rahmen einer As-built-Dokumentation nachzuweisen.

Vorgehen

In drei Schritten zur Flanschgeometrie

01

Zylinder markieren

Der Hauptzylinder wird mit etwa 400 Zielmarken versehen und aus allen Richtungen fotografiert.

02

Flansche antasten

Die Ränder der Flansche werden mit Hilfe von Adaptern vermessen. Messergebnis sind die Mittelpunkte der Flansche.

03

Auswerten

Die Flanschmittelpunkte werden in das Zylinderkoordinatensystem transformiert und dort gegen die Zeichnung geprüft.

Die Messung im Bild

Normalenvektoren und Kamerapositionen

Ergebnis

Maße, die konventionell nicht verfügbar sind

Aus der Punktwolke und den Flanschmittelpunkten lassen sich Größen ableiten, die sich mit Maßband und Messschieber nicht bestimmen lassen:

Rundheit des Zylinders
Kippung des Zylinders relativ zur Bodenplatte
Winkel der Flansche relativ zueinander
Winkel der Flansche zur Normalen auf die Mittelachse
Abstand des Flanschs von der berechneten Zylinderoberfläche
Vorteile

Gegenüber herkömmlichen Messmethoden

01

Geometrieelemente statt Einzelmaße

Ebenen, Zylinder, Kreise und Geraden werden als Elemente ausgewertet — nicht als lose Einzelmaße.

02

Auch „schwierige" Maße

Rundheit, Raumwinkel und Parallelitäten lassen sich unmittelbar gegen die Zeichnung prüfen.

03

Hohe Genauigkeit

Berührungslos, ohne Messraum und ohne den Behälter bewegen zu müssen.

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